Esther Ernst
auf Papier
an Wänden
in Kästen
durch die Zeit
ausgestellt
gezeichnete Tage, täglich fortlaufend seit 2017 < >
Seit 2001 führe ich ein gezeichnetes Tagebuch. Das tägliche Verzeichnen und Beschreiben meines Lebens ist die Basis meiner künstlerischen Arbeit.

Begonnen mit dem Projekt gezeichnete Tage, 2001 - 2005
auf losem A5-Papier, wechselte ich für Ansichtssachen, 2006 - 2017 auf die Rückseiten von Postkarten, bevor ich 2017 mit "gezeichnete Tage, fortlaufend seit 2017" wieder zu A5-Blättern zurückkehrte.

Von Beginn an befolge ich dabei zwei Regeln: kein Tag ohne Zeichnung und keine Zeichnung, die nachträglich verändert oder entsorgt wird.
Wie immer, wenn man etwas über einen langen Zeitraum - unabhängig von Lust und Laune - regelmässig tut, fängt auch dieses Tagebuch jegliche Befindlichkeiten und Betrachtungen des Lebens in all seinen Feinabstufungen ein: banale Tagesreste, grosse Ideen, überbordende Freude, Verwirrung, Enttäuschung, Ärger, Verlorenheit, Imaginiertes sowie politische und kulturelle Ereignisse ...