Esther Ernst
auf Papier
an Wänden
am Bau
durch die Zeit
ausgestellt
Ansichtssachen, täglich von 2006 - 2017 < >
Tagebuchzeichnungen auf Postkartenrückseiten

Auf den Rückseiten von Ansichtskarten visualisiere ich täglich eine zeichnerische Bestandsaufnahme persönlicher Alltagserfahrungen: Tagesreste, intime Anschauungen, unverblümte Wutausbrüche, Träume, Erinnerungen und erfundene Behauptungen finden darin Eingang.
Die Zeichnungen, die ich mit Ort, Datum, Nummer und kurzen Texten versehe, bilden seit Jahren die Basis für meine künstlerische Arbeit. Das rituelle Zeichnen dient mir gleichzeitig als Experimentierfeld.

Die Postkarten erzählen zusätzlich ihre eigenen Geschichten. Mit ihren Motiven im Wandel der Zeit sind sie Andenken für die Ewigkeit.

So nutze ich das veraltende Medium der Kommunikation weiterhin, um einnehmende wie banale Botschaften zu übermitteln.